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2010 - 2009 BELLE DE JOUR - Galerie | HOLDEN ein Kunstprojekt im Bürgerparkviertel / Darmstadt | 2008 ROOMER’s SIGHT - SchauM - 175 Jahre Kunstverein Mannheim | HOLDEN ein Kunstprojekt im Bürgerparkviertel / Darmstadt | 2007 HOLDEN ein Kunstprojekt im Bürgerparkviertel / Darmstadt | FOTOSYNTHESEN Arbeiten von Johannes Hartmann und Chantal Michel, Gesellschaft der Freunde junger Kunst Baden-Baden e.V. | 2006 ROOMER'S SIGHT. Speking with an Angel. Performance und Vermittlung, Steirischer Herbst 2006, Kunsthaus Graz | ROOMER'S SIGHT. Form, Farbe, Größe, Gewicht, Struktur, I.K.U.D., Zeitschrift für Kunst und Designwissenschaften, Essen | FUMER DES CIGARETTES Performance zu: Christine de la Garenne, Heute Formalismus, Centre Culturel Franco-Allemand, Karlsruhe | ALEXANDER KRAUSE / SABINE LAIDIG: ЛАИКРА, Gesellschaft der Freunde junger Kunst Baden-Baden e.V. | 2005 ROOMER’s SIGHT. Experimente auf dem Feld der kuratorischen Praxis. Eine Initiative von Jessica Beebone und Andrea Domesle | HUIS CLOS. IG Bildende Kunst, Wien | 2004 Projektkoordination für Lukas Einsele ONE STEP BEYOND – Wiederbegegnung mit der Mine www.one-step-beyond.de | 2003 Beebone Project Tour 1-3 | ONE STEP BEYOND. Wiederbegegnung mit der Mine/Afghanistan. Ein Kunstprojekt von Lukas Einsele und Andreas Zierhut | TWILIGHT ZONE Christian Ertel/Indra., Ulrike Flaig, Christine de la Garenne, Gabi Hamm, Ines Hock, Reinhard Kühl, Euan Macdonald | MORGEN IST NUR FÜR ARSCHLÖCHER Lutz Fezer, Alexander Krause, Tinka Stock, E_WERK/Hallen für Kunst Freiburg | 2002 PROPAGANDA eine Broschüre mit Arbeiten von Annett Bienhaus, Simone Demandt, Christine de la Garenne, Katrin Grob, Andrea Hartinger, Axel Heil, Ingrid Klausner, Marko Lehanka, Christof Röser | 2000/1999 LAUTLOSE GEGENWART. Das Stilleben in der zeitgenössischen Fotografie Staatl. Kunsthalle Baden-Baden, Kunstverein Bielefeld

 

SchauM
Mannheimer Kunstverein
20. April bis 25. Mai 2008

Eine Ausstellungsszenerie von ROOMER'S SIGHT

Mit Werken von
Tomáš Agat Błoński (SK), Norbert Becwar (A), Rainer Bonk (D), Bernhard Bretz (D) und Matthias Holliger (CH), Simone Demandt (D), Christian Ertel (D), Thomas Heger (D), Anna Kolodziejska (D), Schirin Kretschmann (D), Elke Krystufek (A), Andrea Loux (CH), Euan Macdonald (UK), Nicolas Jasmin (N.I.C.J.O.B., F/A), Anny und Sibel Öztürk (D), Maria Pogorzhelskaia (GUS), Werner Reiterer (A), Tinka Stock (D), Erwin Wurm (A).

Öffnungszeiten: Di- So: 11-18 Uhr

Mannheimer Kunstverein, Augustaanlage 58, 68165 Mannheim
www.mannheimer-kunstverein.de


Euan Macdonald (Sequenz Videostill)

Zum 175-jährigen Jubiläum hat sich der Mannheimer Kunstverein für sein Publikum etwas ganz Besonders einfallen lassen: die beiden Kuratorinnen Jessica Beebone und Andrea Domesle, die als Team unter dem Namen ROOMER’s SIGHT zusammenarbeiten wurden damit beauftragt den Kunstverein einmal gehörig zu schütteln und auf den Kopf zu stellen. Entstanden ist eine außergewöhnliche Ausstellungsszenerie mit dem Titel SchauM. Mit insgesamt 18 künstlerischen Positionen ist SchauM das Highlight im Jubiläumsjahr 2008.

Die Kuratorinnen von ROOMER’s SIGHT experimentieren bei Ihrer Arbeit mit Präsentations- und Rezeptionsmechanismen zeitgenössischer Kunst. Ihr Ziel ist es, neue Ansätze des Ausstellens, Vermittelns und der Rezeption von Gegenwartskunst, sowie neue Formen der Zusammenarbeit mit KünstlerInnen zu erproben und gleichzeitig institutionelle Präsentations- und Vermittlungsweisen zu hinterfragen. Die Projekte werden von ROOMER’s SIGHT individuell und in Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Ort entwickelt.

Im Mannheimer Kunstverein greifen Jessica Beebone und Andrea Domesle die Dualität des 1966 eröffneten und von Theo Pabst entworfenen Ausstellungsgebäudes auf. Klarheit und Offenheit im Inneren, abweisende Verschlossenheit nach Außen charakterisieren den für die Moderne typischen Bau.

Das Kuratorinnenteam behandelt den Kunstverein als temporäre Bühne, auf, vor und hinter der sich die Kunst abspielt. Aspekte des Theatralen, der Präsentation von Kunst und der künstlerischen Selbstinszenierung werden hervorgehoben und mit den Exponaten auch das Publikum ins Blickfeld gerückt. „Inszenierung“ ist somit nicht nur dem künstlerischen Feld überlassen, sondern kann fließend in den Alltag gleiten und sich mit diesem vermengen: Besucher, die kommen, um zu schauen, erleben, wie sie in den Blick der anderen und gar der Kunst geraten, somit zum Objekt der Begierde und Teil eines Spiels mit offenem Ausgang werden.

SchauM ist keine klassische Themenausstellung. Die bewusst heterogene Setzung der Exponate von 20 prominenten wie noch weitgehend unbekannten Künstlerinnen und Künstlern bzw. Duos experimentiert mit einer offen angelegten, narrativen Struktur. Erzählt wird von der Suche nach Neuem und Anderem, die doch auch immer eine Selbstbegegnung ist – Selbstvergessenheit im Schauen –, vom doppelten Boden der eigenen Identität und dem Dazwischen, zwischen Fakt und Fiktion.

Die Werke der teilnehmenden KünstlerInnen umfassen: architektonische bzw. raumgreifende Interventionen, Objekte, Installationen, Performance, Malerei, Fotografie und Video. Einige Arbeiten wurden extra für die Ausstellung entwickelt.

Es erscheint eine Broschüre.

Norbert Becwar Anny u.Sibel Öztürk


ROOMER's SIGHT

Experimente auf dem Feld der kuratorischen Praxis
Eine Initiative von Jessica Beebone und Andrea Domesle


www.roomers-sight.net


HOLDEN

Jessica Beebone . Lukas Einsele
mail@holdenprojekte.de

Bad Nauheimer Strasse 9
64289 Darmstadt

EIN KUNSTPROJEKT IM BÜRGERPARKVIERTEL IN DARMSTADT


 

Fotosynthesen

Arbeiten von Johannes Hartmann und Chantal Michel

Gesellschaft der Freunde junger Kunst
e.V. Baden-Baden

Altes Dampfbad, Marktplatz 13,

D-76530 Baden-Baden. www.gfjk.de

J. Hartmann, "Nach Jeff wall: mimic", 2007









Ch. Michel, Die letzten Zeugen, 2005


Die Schweizerin Chantal Michel (geb. 1968) schlüpfte in ihrer Serie „Die letzten Zeugen“ (2005) in die Rolle des verstorbenen Malers Coghuf und bezog Quartier in seinem verlassenen Atelier. Coghuf (* 28. Oktober 1905 in Basel; † 13. Februar 1976 in Muriaux, eigentlich Ernst Stocker, war ein schweizerischer Maler, Zeichner und Bildhauer.) Was sie fotografisch zutage förderte, liest sich wie ein Bildroman. Gespenstische Szenen eines realen Lebens verschmelzen mit mutmaßlichen Rekonstruktionen und leibhaftig nachgestellten Portraits.

Johannes Hartmann (geb. 1977), lebt und arbeitet in Karlsruhe, setzt sich mit international bekannten Größen der Kunstgeschichte auseinander und baut ihre Skulpturen, Fotoarbeiten, Gemälde in fremden Materialien maßstabsgetreu nach. Aus Peter Paul Rubens „trunkenem Silen“ wird ein monumentales Tonrelief, Duchamps „Akt“ steigt in Wachs eine Treppe hinab und die „Putten des Münsters Zwiefalten“ schmelzen in Butter dahin. Was aufwendig, teilweise über Wochen, erarbeitet wurde, bleibt sich, wenn es öffentlich gezeigt wird, selbst überlassen und dem Prozess der Verwandlung, den der Betrachter mitverfolgen kann. In Baden-Baden wird Johannes Hartmann mit einer Neuinterpretation von Werken des amerikanischen Fotografen Jeff Wall, Skulptur und Fotografie in Dialog bringen.

Johannes Hartmann und Chantal Michel verbindet , neben formalem Kalkül und einem intensiven Interesse für Raum und Zeit, das Spiel mit Aneignung und Transformation und die sich daraus entwickelnden Synthesen, die werkübergreifend im Mittelpunkt der Baden-Badener Ausstellung stehen werden.

Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

 


Alexander Krause . Sabine Laidig  ЛАИКРА 

Gesellschaft der Freunde junger Kunst e.V. Baden-Baden
Altes Dampfbad, Marktplatz 13, D-76530 Baden-Baden. www.gfjk.de


ЛАИКРА ist ein multiples Konstrukt aus Kunst und Poesie: ein kalkuliertes Experiment, das Intellekt und ästhetische Wahrnehmung gleichermaßen herausfordert. Gezeigt werden Arbeiten von Alexander Krause und Sabine Laidig, die zum Teil speziell für die Räume der Gesellschaft der Freunde junger Kunst Baden-Baden im alten Dampfbad entstehen werden. Mit den Mitteln von Malerei und Zeichnung thematisieren Alexander Krause und Sabine Laidig aus zwei unterschiedlichen Perspektiven die Bedingungen des Ortes. Ihre Parameter sind so schlicht wie komplex: Farbe, Linie und Form im Verhältnis zum Raum. Alexander Krause interessiert sich für die Schaffung abstrakt erlebbarer Situationen durch die Transformation von Sprache in Bilder. Sabine Laidig erforscht das energetische Potential der Architektur. Was passiert, wenn man innerhalb eines regelmäßig aufgebauten, geometrischen Grundschemas beständig minimale Veränderungen vornimmt? Vielschichtige Ergebnisse geben Antwort. Sie veranlassen die in Berlin lebende Künstlerin Sabine Laidig (*1960) zu Systemanalysen, aufbauend auf der Form des Mäanders. Während die Arbeiten von Sabine Laidig durch rhythmisch vitale Farbbewegungen auf der Wand für Wahrnehmungsirritationen sorgen, provoziert Alexander Krause (*1971) mit Sprachbildern abstrakter Poesie, die zur Introspektion einladen.  In ЛАИКРА geht es nicht nur um die ästhetische Vermessung des architektonischen Raumes, sondern um die Vermittlung künstlerischer Haltungen, die in kein aktuelles Ausstellungsschema und keine Stilschublade passen. Formale Fragen korrespondieren mit konzeptuellen. Indem räumliche Grenzen durch künstlerische Setzungen in Bewegung geraten, bzw. sichtbar gemacht werden, definiert die Architektur ihre Funktion als Ausstellungsraum für junge, zeitgenössische Kunst neu. Das Publikum ist zur Kontemplation angeregt, aber auch auffordert, seine Erwartungshaltung gegenüber Gegenwartskunst zu überprüfen.
 

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ROOMER's SIGHT

Experimente auf dem Feld der kuratorischen Praxis
Eine Initiative von Jessica Beebone und Andrea Domesle


www.roomers-sight.net

 
 

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Beebone Project Tour • 3
ONE STEP BEYOND.
Wiederbegegnung mit der Mine/Afghanistan

Ein Kunst-Projekt von Lukas Einsele und Andreas Zierhut

E_WERK, Hallen für Kunst Freiburg
Eschholzstrasse 77, 79106 Freiburg
Öffnungszeiten Do – So 16 – 20 Uhr

08.11. - 23.11.2003

 


 
  "ONE STEP BEYOND - Wiederbegegnung mit der Mine" ist ein künstlerisches Projekt, das über Landminen und ihre Opfer berichtet. Lukas Einsele reiste in das verminte Angola, nach Afghanistan, Bosnien-Herzegowina und Kambodscha. Das Konzept von ONE STEP BEYOND (OSB) basiert auf Recherchen, auf authentischen Erzählungen und Bilddokumentationen. Männer, Frauen und Kinder, die von einer Mine verwundet wurden, erinnern sich und berichten über den Hergang des Unglücks. Einige von ihnen stellen den Unfallort während des gemeinsamen Gesprächs in einer Zeichnung dar. Danach werden sie mit einer Großbildkamera porträtiert und erhalten im Tausch einen Polaroidabzug der Aufnahme. Den großformatigen, konzentrierten Schwarz-Weiß-Portraits stehen technische Beschreibungen von Minen gegenüber, die den Unfall hätten verursachen können. Schließlich werden auf den Reisen Themen fotografisch aufgegriffen, die zur Problematik von OSB gehören, wie Minenräumungen, Minenaufklärung und Rehabilitationsprojekte. OSB macht auf politische, ethnische und ethische Fragen aufmerksam. Seit Ende 2002 wird Lukas Einsele auf seinen Recherchen von dem Fotografen Andreas Zierhut begleitet. Die umfangreichen fotografischen Arbeiten werden mit seiner Hilfe realisiert.

OSB wird ab Februar 2005 im Museum Haus Esters, Krefeld präsentiert. Neben weiteren Stationen (u. a. Badischer Kunstverein, Karlsruhe) ist eine Rückführung der Ergebnisse von OSB in die Ursprungsländer geplant. www.one-step-beyond.de

In Kooperation
www.medico.de


 
 

Lukas Einsele, "One Step Beyond" - Section 2: Afghanistan, 2002, Fotografie,
Maße und Ausführung variabel
 
 

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Beebone Project Tour • 2
TWILIGHT ZONE

Christian Ertel/Indra., Ulrike Flaig, Christine de la
Garenne, Gabi Hamm, Ines Hock, Reinhard Kühl,
Euan Macdonald

E_WERK, Hallen für Kunst Freiburg
13.09. - 05.10.2003

Euan Macdonald, Zero K, 2001,
Aquarell auf Bütten, 28 x 33 cm



 
  "Twilight Zone" is comparable to a trip through wide open landscape. The restless eye slows down and concentrates on the here and now. It is about contemplation and transcendence, viewed from the perspective of contemporary art, that doesn’t understand reflection as contemplation, but that sharpens perception with disturbances and irritation. The works show the hazy heterogeneity of simple things, that only make themselves known by and by. By subtly infiltrating known experiences of perception the artists open up the border between things we see and things we suspect.

At first glance the works of Reinhard Kühl are photos of stuffed animals, at second look you can tell the grubby traces of time not left behind by children. While the place where the toys were found and their function remain a puzzle, the usual ways of reception are reversed.
The video works and drawings of Euan Macdonald show interest in the poetic qualities of apparently unimportant side aspects. Macdonalds is a master of the “wit of smal formats” and manages to render precise the absence of calculation and motion in movement. The infinity of space and time can be found in little day to day situations. The crucial question is how we look at them. A distance to the familiar object is produced when the spectator sees a rotating mirrored dish in which a spoon circulates. The objects of Ulrike Flaig question known systems. “Twilight Zone”, the title of the exhibition, refers to a popular american TV-series of the 50ies and 60ies. In every one of the four exhibition halls the visitant enters a mysterious sphere and a new dimension of imagination. In the column-hall of the E-Werk he is surprised by a flaring camp-fire. The installation, made of non-inflammable materials, was created by Christian Ertel and Indra. in their first common project especially for this place. It shows the synchronisation of different time levels and refers to the absurd as one possibility as to how artistic work can originate. Like Flaig and Macdonald, Ertel and Indra. engage in the poetic potential of conceptual and minimal art. In the aesthetic language of contemporary art reduction and purism enter a playful union with the improvised, the narrative and the ephemeral multiplicity of the banal, which includes material from daily life and new media.



Christian Ertel/Indra., 2003,
Zero K,
Rauminstallation, Licht, Ton, Objekte
"Twilight Zone" has an effect on the physical and on the emotional state of the spectator. In her digitally created landscapes, that constantly disintegrate and are reconstructed again, Christine de la Garenne examines how reality constitutes itself in a complex concerted acting of perception, imagination, image and actual reality. The small paintings of Gabi Hamm work also on the border of visibility. Her mysterious pictures tell about the tension and balance between presence and absence and how moments of memory can expand infinitely. The intensity of experiences, that the pieces of art of this exhibition show, don’t only refer to representational art. The monochrome painting of Ines Hock shows colour as significance, form and as stimulation for the soul. Her pictures point out to the spectator how uneasiness produced by nothing but colour can release productive energy.
"Twilight Zone" suggests a world in suspense, where inner reality and images of the outside reality meet and express nuances of triviality and beauty. The exhibited pieces of art don’t only speak for themselves, they also communicate with each other. While every artists creates a specific universe, the constellations chosen for the exhibition are in a fine balance: a fragile condition, which is purposefully made to oscillate by the different ways of viewing them.
 
 

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Beebone Project Tour • 1
MORGEN IST NUR FÜR ARSCHLÖCHER

E_WERK, Hallen für Kunst Freiburg
01.03. – 30.03.2003


Die Ausstellung von Lutz Fezer (Graffiti, Zeichnung), Alexander Krause (Wandmalerei, Wandzeichnung) und Tinka Stock (Installation, Video) ist ein Gemeinschaftsprojekt.

Spannungsmomente und Kontroversen zwischen den Arbeiten sind vorprogrammiert und gewollt. Die Unterschiedlichkeit sowohl der Medien und Techniken als auch der ästhetischen Sprache der drei Künstler bilden Reibungspunkte. Figuration kontrastiert mit Abstraktion, kühler Minimalismus kontert emotionsgeladene Statements.

Für Fezer, Krause und Stock bedeutet "Kunst machen" immer eine Reflexion des künstlerischen Selbstverständnisses. Zusammenarbeit als künstlerisches Konzept und Strategie heißt, die eigene Arbeit aus anderen Perspektiven überprüfen zu können. Im gemeinsamen Auftritt entstehen zum einen inhaltliche Synergieeffekte, zum anderen findet in der Interaktion zwischen den Künstlern ein kreatives Kräftespiel statt. Jeder für sich, alle gegen einen, gemeinsam sind wir unschlagbar? Keine Frage, Anspielungen auf die Ideale der Subkultur der frühen 80er Jahre fließen retrospektiv als Referenz an die jüngere Kunst- Und Kulturgeschichte ein. Dazu gehört auch, dass ein fiktives gemeinsames Feindbild Inspiration und Motivation zur künstlerischen Auseinandersetzung sein kann. Doch als Künstler einer Generation, die von der Postmoderne sozialisiert wurde, wahren Fezer, Krause und Stock selbstkritische Distanz.

Einige Arbeiten verlassen das Zentrum der Ausstellung und greifen auf die architektonische Peripherie über. Sie nehmen Bezug auf zur aktuellen Situation, nicht nur räumlich konkret, sondern auch gedanklich, wenn sie den ursprünglich soziokulturellen, aber heute inhaltslos gewordenen Kontext des Ortes in Erinnerung rufen. Irritationen treten bekanntlich immer dann auf, wenn die Grenze zwischen "high and low" verwischt und überall dort, wo Kunst das ihr zugewiesene Terrain verlässt und sich selbständig verortet. In diesem Sinne versteht sich das Projekt als Auftakt einer Ausstellungsreihe, die den Betrachter veranlassen möchte, nicht nur die Subjektivität der eigenen Wahrnehmung zu reflektieren, sondern auch die Frage nach der Zukunft junger Kunst in Freiburg zu stellen.



   

Lutz Fezer
o.T., Kugelschreiber auf Papier,
29,5 x 21 cm, 2003
 
Alexander Krause
o.T., Print,
Maße variabel, 2003
 
Tinka Stock
o.T., Installation (Detail), Fimofigur,
ca. 10 cm, 2002


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LAUTLOSE GEGENWART.
Das Stilleben in der zeitgenössischen Fotografie

Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, 1999 / Bielefelder Kunstverein, 2000
Auszeichnung: "Besondere Ausstellung des Jahres 1999", Internationaler Kunstkritikerverband

Werke von: Thomas Anschütz, Tina Bara, Gisela Bullacher, Richard Caldicott, Lukas Einsele, Elisabeth Ensenberger, Claus Goedicke, Tamara Grcic, Beat Huber, Simone Kappeler, Christopher Muller, Augustina von Nagel, Abigail O'Brien, Paul Seawright, Ingolf Timpner, Patrick Tosani
Texte von: Gudrun Altfeld, Margrit Brehm, J. Mueller


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  Zoom
 
Christopher Muller,
Classical Still Life II,
C-Print, 86 x 87 cm, 1999
  PROPAGANDA   Kostenlos erhältlich unter mail@jessicabeebone.de

 
 
Zoom
Annett Bienhaus, Simone Demandt, Christine de la Garenne,
Katrin Grob, Andrea Hartinger, Axel Heil,
Ingrid Klausner, Marko Lehanka, Christof Röser
Axel Heil,
Modell "spencer tracey".
Installation 1992
 
 
 
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